Pendelrutschen­teiler

Die Aufgabe des Probenteilers ist die repräsentative Mengenreduzierung des aufgegebenen Materials. In der Regel soll die zuvor entnommenen Primärproben einer Liefereinheit auf eine Menge reduziert werden, die für die Laboranalyse geeignet ist. Relevante Probenahmenormen geben hierzu konkrete Ausführungsvorgaben, nach denen die Probenteilung auszulegen bzw. durchzuführen ist.

Der im Folgenden grafisch dargestellte und in seiner Funktion beschriebene Pendelrutschenteiler wird in der Bandübergabe eines Dosierförderers installiert und ermöglicht die repräsentative Teilung von Schüttgütern mit Hilfe einer pendelnden Rutsche. Der Aufbau dieses Teilers ermöglicht die Erstellung mehrerer, gleichzeitiger Sammelproben.

Pendelrutschenteiler

In der Grundstellung ist die Pendelrutsche seitlich ausgeschwenkt. Die Auslauföffnung der Rutsche befindet sich vollflächig über dem seitlichen Verwurfschacht, so dass das auf die Pendelrutsche aufgegebene Material in den Verwurf geleitet wird. Erfolgt ein Startbefehl wird eine halbe Pendelbewegung ausgeführt. Erreicht die Pendelrutsche die andere ausgeschwenkte Endposition, geht der Antrieb wieder außer Betrieb.

Bei der Überfahrt des mittleren Schachtes (Probenauslaufschacht) wird eine Teilmenge aus dem kontinuierlich und gleichmäßig durch den Dosiergurtförderer aufgegebenen Probenmaterial ausgeschleust und wird als Teilprobe einer Einzelprobe weiter aufbereitet.

Pendelrutschenteiler

Das Teilungsverhältnis des Probenteilers wird durch die Durchfahrgeschwindigkeit bzw. die Verweilzeiten über den Verwurfschächten beeinflusst. Das über den mittleren Schacht ausgeschleuste Probenmaterial wird je nach Aufgabenstellung in ein Probensammelgefäß geleitet oder weiter aufbereitet. Das bei der Probenteilung anfallende Verwurfmaterial wird dem Hauptmaterialstrom zugeführt.

Vorteile

  • Wartungsarm
  • Niedrige Bauhöhe
  • Variables Teilungsverhältnis; über die Steuerung einstellbar
  • Einsatz in ATEX-Zone möglich
  • Ausführung mit mehreren Teilstufen möglich
  • Ausführung zur Erstellung mehrerer, gleichzeitiger Sammelproben (z.B. für Rückstellproben)